Zukunftsperspektiven für die Grenzregion Saarlouis

Grenz­räume
TU Kaiserslautern
Prof. Dr. Detlef Kurth
Annika Schuster
Professur für Stadtplanung

Studie­renden der TU Kaisers­lau­tern setzen sich im WS 19/20 mit der „Border­line City“ Saar­louis ausein­ander. In Saar­louis sind deut­sche und fran­zö­si­sche Einflüsse eng mitein­ander verwoben, da die natio­nalen admi­nis­tra­tiven Grenzen sich im Verlauf der Geschichte dort mehr­fach verschoben haben. Aktuell liegt das Stadt­zen­trum knapp 10 Kilo­meter von der fran­zö­si­schen Grenze entfernt. Dies hat die Kultur in der Region nach­haltig geprägt. Funk­tio­nale Verflech­tungen über die Grenze bestehen nach wie vor. Beispiels­weise sind in der Stadt rund 30.000 Arbeit­nehmer beschäf­tigt, die in Frank­reich oder Luxem­burg wohnen und täglich pendeln.

Im Projekt „Grenz­räume“ entwerfen und formu­lieren die Studie­renden plane­ri­sche Hand­lungs­per­spek­tiven für die zukünf­tige Stadt­ent­wick­lung von Saar­louis in Form eines grenz­über­schrei­tenden Entwick­lungs­kon­zeptes. Dieses skiz­ziert zunächst ein Leit­bild für die nach­hal­tige Entwick­lung der Stadt und beinhaltet des Weiteren konkre­tere Ziele, Maßnahmen und Projekte. Das Projekt umfasst folgende Bausteine:

  • Bestands­ana­lyse zur Ist-Situa­tion (SWOT-Analyse)
  • Zukunfts­werk­statt zur Entwick­lung von Visionen für die Grenz­re­gion Saar­louis
  • Erar­bei­tung stadt­ent­wick­lungs­po­li­ti­scher und städ­te­bau­li­cher Leit­ziele
  • Entwerfen von Master­plänen für den erwei­terten Grenz­raum von Saar­louis und für Teil­räume die Ziele, Maßnahmen und Projekte veran­schau­li­chen.

Als dialog­ori­en­tiertes Projekt wird das Entwick­lungs­kon­zept in enger Zusam­men­ar­beit mit Politik, Verwal­tung und lokalen Akteuren entwi­ckelt.