Visible and Invi­sible Borders
FH Erfurt
Prof. Dr. Reinhold Zemke
Stefan Andres
Fachgebiet Planungsrecht und Projektentwicklung

„Wenn ich mit Menschen in Deutsch­land spreche, sagen sie mir oft, wie gut ich ihre Sprache spreche, wenn man bedenkt, dass ich erst seit etwa vier Jahren im Land lebe. Mir ist bewusst, dass sie gute Absichten haben, aber was sie mit dieser Aussage andeuten wollen, ist, dass ich nicht zu ihnen gehöre. Indem sie mir ein Kompli­ment machen, weil ich mich gut an ihre Kultur ange­passt habe, bauen sie unwill­kür­lich eine Barriere zwischen mir und ihnen auf, die ich nicht über­winden kann. – Suliman Mardini, Team­mit­glied aus Syrien

Die Grenzen sind viel­fältig und werden manchmal leicht über­sehen. Sie können entweder physisch oder psychisch, sichtbar oder unsichtbar sein. Im Rahmen der Sommer­schule „Border­line City“ unter­su­chen wir die Unter­schiede und das Verhältnis zwischen offen­sicht­li­chen und verbor­genen Barrieren, die zum Alltag jeder Stadt gehören. In unserem inter­na­tio­nalen Team werden unter­schied­liche Barrie­re­ver­ständ­nisse zusam­men­ge­führt und bilden die Grund­lage für die wissen­schaft­liche Arbeit. Unser Projekt zielt darauf ab, das Bewusst­sein für Barrieren auf inter­na­tio­naler Ebene zu stärken. Deshalb verglei­chen wir insbe­son­dere die Länder Deutsch­land, Türkei und Syrien auf der Grund­lage persön­li­cher Erfah­rungen unserer Team­mit­glieder. Dabei werden sowohl Barrieren inner­halb der Länder als auch Barrieren zwischen den Ländern betrachtet.