Grenzen des Bauens
TU Braunschweig
Prof. Uwe Brederlau
Larisa Tsvetkova
ISE - Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik

Bauen wird nicht nur in der Archi­tek­tur­aus­bil­dung und ‑praxis als ein Allheil­mittel gesehen. Im Kontext der Wohnungs­krise fordern die Wirt­schaft, die Stadt­ge­sell­schaft und die Politik mehr Bauen. Mit der Globa­li­sie­rung des Immo­bi­li­en­marktes sind nun auch Gebäude zu einer Wahre geworden, die als Kapi­tal­an­lage vermehrt werden will. Aktu­elle Klima­krise und Ressour­cen­knapp­heit zeigen aller­dings, welche Folgen ein fort­lau­fendes Wachstum auf einem begrenzten Planeten hat. Jedes Gebäude verbraucht Ressourcen und hat eine Ausstrah­lung weit über die Baugrenzen hinaus: Es ist Teil der Infra­struktur und des globalen Marktes, es will mit Energie und Wasser versorgt werden, es verbraucht Ressourcen und produ­ziert Abfall, es bean­sprucht den Boden.

In dem Seminar beschäf­tigen wir uns mit den Grenzen des Bauens: Welchen Einfluss hat ein Gebäude, und kann es einen posi­tiven Fußab­druck haben? Bietet das Bauen tatsäch­lich eine Antwort auf die Wohnungs­frage? Wie können unsere Städte wachsen? Wie viel kann und soll noch gebaut werden? Welche Heraus­for­de­rungen können besser mit Nicht-Bauen oder Umbauen bewäl­tigt werden?